Verleihung des Bundesverdienstkreuzes
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Das Logo von Religions for Peace, Schriftzug mit Taube, weiß auf rot

Schriftzug Rundbrief mit Serifen

 

März 2019
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde von
Religionen für den Frieden/RfP!

Wem unter uns ist es nicht ans Herz gegangen, als die Nachricht von dem schrecklichen rassistischen Terroranschlag in den Moscheen in Christchurch, Neuseeland, kam, dem 50 Menschen zum Opfer fielen?! Das Entsetzen über diesen Anschlag, der ein ganzes Land traf, das auf seine multikulturelle Harmonie und Offenheit stolz sein kann, musste uns alle ergreifen. Aber auch, wie die Menschen in Neuseeland, voran ihre Premierministerin Jacina Ardern, in ihrer tiefen Trauer und Solidarität zusammenstehen, ist tief bewegend. Vom Runden Tisch der Religionen in Deutschland haben wir vergangene Woche eine Erklärung veröffentlicht, in der wir religionsübergreifend unsere Betroffenheit und unser Mitgefühl ausdrücken und uns selbst verpflichten, aller Radikalisierung und Verteufelung Andersdenkender entschlossen entgegenzutreten. Ich füge sie diesem Schreiben bei.

Unser Jahresthema „Suche Frieden und jage ihm nach“ setzen wir in der nächsten Woche mit der dritten Veranstaltung fort:

Am Dienstag, 02.04.2019, 19.00 Uhr sind wir im Begegnungszentrum Brücke/Köprü (Leonhardstr. 13 - nahe Plärrer) eingeladen und können uns von Dr. Thomas Amberg und seinem Team die aktuelle Arbeit vorstellen lassen: Frieden durch Begegnung, Dialog, Bildung, Perspektivenwechsel – Ent-wicklungen der Brücken-Arbeit. Es ist eine Arbeit mit ganz vielen Facetten und breiter Wirkung - so wie in der Begegnungsstube Medina, deren Seelsorgearbeit in Krankenhäusern, Gefängnissen und der Notfallseelsorge uns bei unserer ersten Station des Jahresthemas außerordentlich beeindruckte.

Im Mai und Juni 2019 folgen 2 weitere Veranstaltungen:

Am Freitag, 03.05.2019, findet wie im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit dem Bildungszentrum ein Pilgerweg statt: "Buddha, Bibel, Borkenkäfer". Mit den Weltreligionen im Nürnberger Reichswald unterwegs. Beginn: 18.00 Uhr Leitung: Dr. Thomas Amberg. Treffpunkt: Gewerbemuse-umsplatz 2, Foyer.

Am Montag, 3. Juni 2019, referiere ich selbst innerhalb des Jahresprogramms zur Woche der Brüder-lichkeit im Caritas Pirckheimer-Haus (Königstr. 64) um 19.00 Uhr zu dem Thema: Lernen aus Katastrophen. Kirche, Gesellschaft, Religionen seit dem 2. Weltkrieg.

Weitere Treffen sind in Planung, darunter am Dienstag, 24. September, im Buddhistischen Zentrum Fürth.

Am Montag, 11. März hatten wir im Begegnungszentrum Brücke/Köprü (Leonhardstr. 13) unser Vorbereitungs-Treffen für die beiden besonderen Ereignisse von Religionen für den Frieden im Jahr 2019:

• Die 10. Weltversammlung von Religions for Peace, vom 20.-23. August 2019 in Lindau am Boden-see mit dem Gesamtthema: „Caring for our Common Future: Advancing Shared Well-being“ - „Für unsere gemeinsame Zukunft sorgen: das Gemeinwohl für alle fördern“. Ich habe dazu eine Vorlage für die Kommissionsarbeit vorbereitet unter dem Motto „Religiöse Werte für die Friedenserziehung“ – auch als Beitrag zur Konfliktprävention. Der Vorbereitungskreis unterstützte, dass sie als Bei-trag aus Nürnberg in die Weltversammlung eingebracht wird.

• Für den Tag der Religionen am 14. November 2019 in Nürnberg. kamen bereits mehrere Vorschläge: Im Heilig Geist-Saal, in dem die abendliche Hauptveranstaltung stattfindet, kann die Schatztruhe mit den Schätzen aus unserem Themenjahr „Schätze der Religionen - Kraft-quellen für unsere Gesellschaft“ platziert und von Angehörigen der Religionsgemeinschaften Interessierten präsentiert werden. Dr. Amberg trug die Idee vor, auf der Basis unserer Broschü-re „Offene Türe. Religionsgemeinschaften in Nürnberg und Umgebung“ Rollbanner vorzube-reiten, auf denen eine repräsentative Auswahl von Religionsgemeinschaften in ihrem Nürnber-ger Kontext vorgestellt werden, für die wiederum Interpreten aus den entsprechenden Gemein-schaften zur Verfügung stehen sollten. Im Sommer arbeitet bei ihm eine Praktikantin, die das Vorhaben voraussichtlich unterstützen kann. - Auch der Rat der Religionen in Nürnberg soll um einen Beitrag gebeten werden.

• Für die Woche um den 14.11. sollen die Religionsgemeinschaften und die Zentren interreligiöser Arbeit (Brücke und Medina) gebeten werden, Veranstaltungsangebote zu machen, nach Möglichkeit auch für die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern, vielleicht auch Konfirmationsgruppen. Erste Interessensmeldungen dazu kamen von der Ahmaddiya-Muslimgemeinde und von der Sufi-Gruppe Mevlana e.V.

In Vorfreude auf die Begegnung - mit herzlichen Grüßen und Wünschen
Ihr
Johannes Lähnemann

 

 

Januar 2019
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde von
Religionen für den Frieden/RfP!


Foto: Ulrike Pilz-Dertwinkel

We walk hand in Hand“ - „Wir gehen Hand in Hand“: So haben wir es bei unserer Jubiläums-Gebetsstunde am 8. Dezember 2018 gesungen und uns dabei die Hände gereicht. Dies Lied aus der Bürgerrechtsbewegung Mar-tin Luther Kings ist wie ein Motto für unsere Arbeit: In der Vielfalt unserer Bekenntnisse und angesichts der Vielfalt der Weltprobleme, vor denen wir stehen, wollen wir gemeinsame Wege für den Frieden gehen. Es war ein uns tief bewegendes geistliches Erlebnis, nach 30 Jahren zurückzublicken. Sichtbar und hörbar sprachen uns die spirituellen Schätze unserer Religionen an und zeigten uns neu die Aufgaben, die vor uns liegen. Eine Bilanz habe ich in dem Interview mit dem Bayerischen Sonntagsblatt gezogen, das ich Ihnen beifüge.

Das neue Jahr setzt diese Linie fort: Als Jahresthema haben wir die Jahreslosung der Kirchen gewählt: Suche Frieden und jage ihm nach. Sie ist den Psalmen entnommen, die zum Kanon der heiligen Schriften in Juden-tum, Christentum und Islam gehören! Wir wollen uns in Zusammenarbeit mit den interreligiösen Bildungsein-richtungen Nürnbergs und verschiedenen Religionsgemeinschaften Beispiele konkreter Friedensarbeit vorstellen und uns von ihnen für unser eigenes Friedensengagement inspirieren lassen. Die Beispiele werden aus Geschich-te und Gegenwart genommen und lassen sämtlich die Bemühung erkennen, in verschiedenen Handlungs- und Lernfeldern auf das hinzuarbeiten, was „Schalom“ (im Hebräischen) und „Salam“ (im Arabischen) meint: ein „Heil-Sein“ im umfassenden Sinne mit Gerechtigkeit, Solidarität, Zusammenhalt, was viel mehr ist als die Ab-wesenheit von Krieg und Konflikt, so sehr auch gegen Kriege und Konflikte angegangen werden muss.

Für das erste Halbjahr 2019 laden wir zu folgenden Terminen und Vorhaben ein:

• Im Rahmen des Forums Christen - Muslime bietet das Begegnungszentrum Brücke/Köprü am Dienstag, 22. Januar 2019, im Caritas-Pirckheimer-Haus (Königstr. 64) einen Abend zu einem Thema, das auch für das friedliche Zusammenleben in unserem Land wichtig ist: Türkischer Islam in Deutschland. Ge-schichte, Strukturen, Herausforderungen. Zeit: 19.00-20.30. Referate: Dunya Elemenler, Dialogbeauf-tragte der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüş-Zentrale Köln; Dr. Zekeriya Altuğ, Leiter der Abtei-lung Außenbeziehungen DITIB Zentrale Köln; Moderation: Kirchenrat Dr. Rainer Oechslen, Islambe-auftragter der Ev.-Luth. Landeskirche Bayern, München

• Zum Dienstag, 12.02.2019 sind wir um 19.00 Uhr eingeladen in die muslimische Begegnungsstube Me-dina, Gugelstr. 92: Friedensbeiträge durch Information, Arbeit in Gefängnissen, Notfallseelsorge. Ali Koc als Sprecher der Begegnungsstube und weitere Mitglieder der Begegnungsstube werden uns ihr Engagement in diesen herausfordernden Arbeitsfeldern vorstellen.

• Am 10. März wird von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit die bundesweite Woche der Brüderlichkeit in Nürnberg eröffnet. In ihr laden wir in das Haus Eckstein (Burgstr. 1-3) ein: Dienstag 12.03.2019 19:00 bis 21:00 Uhr: Der Nürnberger Reformator Andreas Osiander. Ein Kriminalfall, eine infame Beschuldigung und eine Verteidigung der Juden.
Referent: Prof. Dr. Matthias Morgenstern.

• Am Dienstag, 02.04. 2019 können wir im Begegnungszentrum Brücke/Köprü (Leonhardstr. 13) zu Gast sein und uns unter der Leitung von Dr. Thomas Amberg ihre aktuelle Arbeit vorstellen lassen: Frieden durch Begegnung, Dialog, Bildung, Perspektivenwechsel – Entwicklungen der Brücken-Arbeit

• Am Freitag, 03.05.2019, findet wie im vergangenen Jahr ein Pilgerweg statt: "Buddha, Bibel, Borkenkäfer". Mit den Weltreligionen im Nürnberger Reichswald unterwegs. Beginn: 18.00 Uhr Lei-tung: Dr. Thomas Amberg. Treffpunkt: Gewerbemuseumsplatz 2, Foyer.

• Am Dienstag, 3. Juni 2019, referiere ich selbst innerhalb des Jahresprogramms zur Woche der Brüder-lichkeit Caritas Pirckheimer-Haus (Königstr. 64) um 19.00 Uhr zu dem Thema: Lernen aus Kata-strophen. Kirche, Gesellschaft, Religionen seit dem 2. Weltkrieg

An dieser Stelle möchte ich allen danken, die unsere Arbeit durch ihre Überweisungen für das Jahr 2018 unter-stützt haben. Wer das noch nachholen möchte, ist herzlich dazu eingeladen 10,00 € (Nichtverdienende 5,00 €) auf unser Konto IBAN: DE84 5206 0410 0430 0440 16 BIC: GENODEF1EK1 zu überweisen.

Außerdem sind noch Exemplare des wieder einmalig informativen und bunt bebilderten Interreligiösen Kalen-ders 2019 vorhanden, diesmal zum Thema „Schrift und Religionen“. Bei Christine Herrmann-Wielsch kann er telefonisch oder per Mail bestellt werden (7,00 € + Portokosten; 09123/9993840; christine.herrmann-wielsch@gmx.net). Er kann außerdem an unserem Lehrstuhl (Dutzendteichstr. 24), in der Brücke/Köprü, im Haus Eckstein und in der Paulusbuchhandlung erworben werden.

In Vorfreude auf alle Begegnungen im Neuen Jahr grüßt Sie
Ihr
Johannes Lähnemann